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Beitrag vom 07.06.2019: Im Blickwinkel der radioEdi-Mitglieder - Hartmut Teil II

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Georg: Da die Sportkämpfe mehrere Tage gedauert haben, mussten die Sportler auch zusätzlich zu der Organisation der Wettkämpfe untergebracht werden. Wie wurde das geregelt.
Hartmut: Das war alles ganz unkonventionell. Anfangs haben die Sportler einfach in Zelten der Bundeswehr übernachtet. Später hat man den Termin des Sportfestes extra in die Sommerferien gelegt, damit die Sportler in den Klassenzimmern der hiesigen Realschule übernachten konnten. All das lief mit Unterstützung des Sanitätsbataillons aus Veitshöchheim und Horb, die dafür Feldbetten aufstellten. Für die Verpflegung haben sie eine richtige Feldküche aufgebaut. Diese Hilfe wurde zur jahrelangen Tradition, ohne die die ganze Organisation gar nicht möglich gewesen wäre.
Jutta: In jedem Jahr hatte doch eine andere Persönlichkeit aus dem öffentlichen Leben die Schirmherrschaft. Fallen dir noch einige ein?
Hartmut: Ja ich erinnere mich z.B. an Alexandra Freifrau von Berlichingen, die verschiedenen Bürgermeister von Krautheim, Carmen Würth, Dr. Walter Döring und Eberhard Gienger. Eberhard Gienger hat sogar einen Tandemsprung mit der damaligen Bundesvorsitzenden Hannelore Krüger gemacht.
Georg: Weißt du, warum es jetzt keine Sportfeste mehr gibt.
Hartmut: Soviel ich weiß war einer der Gründe, dass Krautheim finanziell nicht in der Lage war, die Sportstätten zu modernisieren. Z. B. gab es in Krautheim nur eine Aschebahn während andere Einrichtungen schon moderne Tartanbahnen zur Verfügung hatten. So fand 2005 das letzte Sportfest in Krautheim statt.
Jutta: Welche Lehre können wir heute noch daraus ziehen.
Hartmut: Eduard Knoll und Peter Strohbach haben Teilhabe und Integration über die heute viel geredet wird einfach in die Tat umgesetzt.
Georg: Hartmut, hast du für uns zum Abschluss noch eine lustige Geschichte parat.
Hartmut: Ja, da fällt mir tatsächlich etwas Gutes ein. Mir hat mal jemand erzählt, dass sich das Sportfest ganz nebenbei auch als Heiratsmarkt entwickelt hat. Denn über mehrere Tage hatte man die Möglichkeit, sich auszutauschen und persönliche Beziehungen zu knüpfen. Denn damals gab es für Menschen mit Körperbehinderung noch nicht so viele Gelegenheiten, sich auszutauschen.


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